Unternehmer oder Unterlasser? Sie haben die Wahl! (Oder: warum mobiles Marketing wichtig ist)

Ich möchte meinen heutigen Blogbeitrag mal etwas anders beginnen, nämlich mit einem vor wenigen Tagen stattgefunden Gespräch mit einem Bäcker in meinem Wohnort.

Dieser Bäcker hat qualitativ recht gute und geschmackvolle Brötchen, ist zwar immer etwas mürrisch zu seinen Kunden aber damit konnte ich bisher gut leben.

Diesen Bäcker, nennen wir ihn „Traditions-Bäcker“ bediente mich wieder einmal in seiner herzlichen Art. Als ich ihm ein Kompliment machen wollte und sagte, „das Ihre Brötchen seit dem letzen Mal qualitativ besser geworden“, empfand er dies als Beleidigung und antworte nur kurz „Meine Brötchen waren schon immer gut“. Ok. So hat jeder seine eigene Wahrnehmung 😉

Als er mich dann fragte, warum ich schon lange nicht mehr bei ihm gewesen sein, antworte ich „Ich werde seit einigen Monaten von einem „Brötchenbringer“ am Wochenende beliefert. Und das ist für mich eine ideale Sache, weil meine Bereitschaft, mich Samstag und Sonntags Morgen im Schlafanzug in die Reihe von 10 anderen wartenden Kunden zu stellen,  in Grenzen hält. Daraufhin viel ihm nur ein, eine Bemerkungen zu machen, in der Art „Naja das werden ja wohl Brötchen aus der Fabrik sein, die nichts taugen“. Nein, war meine Antwort, das ist von dem Bäcker hier schräg gegenüber in 50 Meter Entfernung 😉

Das war für ihn zuviel. Er raunzte nur noch völlig angesäuert. „Wenn meine Kunden nicht mehr bereit sind, in mein Laden zu kommen, dann mache ich eben zu.“ Genau, habe ich mir gedacht, dann machst Du eben zu.

Die Quintessenz dieser kleinen Unterhaltung ist. Der Bäcker gegenüber hat ein Bedürfnis erkannt, das ich als sein Kunde habe, nämlich nicht sinnlos 20 Minuten auf frische Brötchen zu warten und das noch am frühen Samstag oder Sonntag Morgen, und daraufhin einen Lieferservice (Brötchenbringer) eingeführt. Und somit hat er mich als dauerhaften Kunden gewonnen, weil auch dieser Bäcker qualitativ einwandfreie Ware zum fairen Preis liefert. Und die paar Euro Liefergebühr im Monat ist mir die Bequemlichkeit alle mal wert.

Warum erzähle ich dieser Geschichte eigentlich? Nun, genau dieses Unternehmerdenken, die diesem Bäcker Kunden kosten wird, bis im schlimmsten Fall hin zur Geschäftsaufgabe, haben viele Geschäftsleute.

Wenn ich einige Unternehmer zum Thema „mobiles Marketing“ anspreche, bekomme ich oft die Antwort: “ Ja, habe ich irgendwie schon mal davon gehört, aber das Thema betrifft mich ja nicht, meine Kunden kommen nicht über ihre „Telefone“ auf meine Seite?“ Ach ja, und woher nehmen Sie diese Gewissheit?

Das sind genau die gleiche Sorte Unternehmer, die vor rund 20 Jahren, als das Internet begann, die Geschäftswelt grundlegend zu verändern, sagten „Ach, ja da habe ich schon mal davon gehört, aber meine Kunden kommen ja nicht über das Internet zu mir, sondern über das Telefonbuch oder die gelben Seiten“.

Wie fatal damals dieser Trugschluss war, lässt sich daran erkennen, dass die gedruckten Medienverzeichnisse nur noch eine Daseinsberechtigung haben, weil diese alle eine Online-Version haben und rund 70 % der Unternehmer mittlerweile eine eigene Unternehmens-Präsenz im Internet haben. (Quelle: Telegate)

Spricht man dieser Unternehmer jetzt daraufhin an, ob Sie wissen, wie viel Prozent ihrer Website-Besucher mobil auf ihre Unternehmens-Präsenz gehen, so wissen diese das in aller Regel nicht. Konfrontiert man diese dann mit der Realität und bezieht sich auf neutrale Studien, wie nachfolgend erwähnt,

 

Studie 1

Studie 2

 

Das mobile Web kommt…

…und mehr als 80% der Websites sind nicht darauf vorbereitet!

Statistik mobile Websites

 

so streiten diese Unternehmer immer noch standhaft diese Fakten ab und argumentieren,“Ja, aber bei uns ist das alles ganz Anders“ Wo das endet wird, kann man nicht nur erahnen, sondern nur feststellen, die Frage ist nicht ob, sondern wann die Lichter ausgehen……..

Wie gehe ich also konstruktiv vor? Ich bitte den Unternehmer, zu dem Hoster seiner Webseite Kontakt aufzunehmen und sich die Besucherzahlen der letzten 6 Monate geben zu lassen und eine Detailauswertung zu verlangen, die zeigt, über welche Geräte die User auf deren Seite gekommen (und auch wieder gegangen sind….).

Meistens genügt das schon, um beim nächsten Termin einen Kunden vor sich sitzen zu haben, der dankbar dafür ist, dass ich ihm die Augen geöffnet habe und wir nun über die konkreten Einsatzmöglichkeiten für die mobile Ausrichtung seines Unternehmens sprechen können.

Und denen, die nicht in der Lage sind, an diese wichtigen Unternehmenskennzahlen ran zu kommen, biete ich an, einen Google Analytics Code in seine Webseite einzubauen, um dann nach wenigen Wochen auch hier konkrete Anhaltspunkte über den mobilen Besucherverkehr auf seiner Webseite zu sprechen.

Haben Sie Fragen, Anmerkungen oder benötigen Sie Hilfe für Ihr Geschäft? Dann freue ich mich über einen Kommentar zu diesem Artikel oder über eine Kontaktaufnahme.

Zahlen und Fakten zum mobilen Markt

In dieser losen Serie stellen wir Ihnen hier aktuelle Zahlen und Fakten dar, aus denen Sie erkennen könnnen, wie sich der mobile Markt entwickelt.

 

2016 Bis 2016 werden an die 310 Milliarden mobile Apps heruntergeladen. Quelle: Gartner
 
20 Am 3. Dezember 2012 feierte die SMS ihren 20sten Geburtstag, wobei allein in Deutschland rund 54 Milliarden Kurznachrichten pro Jahr verschickt werden. Quelle: VATM
 
85,5 Deutsche Verbraucher horten immer mehr Alt-Handys zu Hause. Hier liegen derzeit ca. 85,5 Mio. ungenutzte Mobiltelefone Quelle: BITKOM
 
99 99 Prozent der entdeckten mobilen Schadprogramme richtete sich 2012 gegen die Android-Plattform. Quelle:Kaspersky
Lab
 
2 Millia. Der App-Store von Apple verzeichnete im Dezember 2012 mit mehr als zwei Milliarden Downloads während eines Monats einen neuen Rekord Quelle: Apple
 
85 % 85 % aller Flachbildfernseher werden bis 2016 über eine Internetverbindung verfügen Quelle:Gartner