Best Practice: Digitale Business Transformation am Beispiel W-Lan

Die digitale Business Transformation ist eine große Revolution, die nicht nur unseren Alltag tiefgreifend verändert, sondern auch ganze, bereits bestehende Geschäftsmodelle verändert oder gar vollständig auslöscht. In dieser kleinen Reihe erfahren Sie an realen, praktischen Beispielen, wie dies konkret aussieht. Zunächst mal zum Verständnis hier die Definition des digitalen Transformationsprozesses bei Wikipedia:

Digitale Business Transformation auch Digitale Transformation, verändert langfristig durch die Möglichkeiten und Potenziale digitaler Medien und des Internets das Fundament jedes Unternehmens in seiner Strategie, Struktur, Kultur und seinen Prozessen. Es wirkt sich in der Organisation über das Change Management aus. Mit Digital Business Transformation begegnen Unternehmen den Veränderungen des Digitalzeitalters, dem Digital Age. Als begriffliche Weiterentwicklung leitet sich Digital Business Transformation vom englischen Begriff “Business Transformation” [1] , der Erschließung neuer Geschäftschancen sowie die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle durch ein Unternehmen, ab.

 

Als erstes Beispiel in unserer kleinen Reihe geht es hier um die W-Lan Technologie, die sicherlich den meisten Internet-Benutzern ein Begriff ist. Bisher diente W-Lan, oder auch WiFi genannt, überwiegend lediglich dem drahtlosen Übertragen von Internet-Signalen. Dies hat unter anderem den großen Vorteil, dass ein Internet-Nutzer nicht mehr an das Kabel gebunden ist, um mit seinem Rechner ins Internet zu gehen. Als Hardware benötigt man lediglich einen Router und ein W-Lan fähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet, Smartphone, etc.)

Besonders beliebt ist die WiFi-Technologie auch im öffentlichen Raum, denn wenn exemplarisch ein Gast eines Restaurants die Möglichkeit hat, über das W-Lan des Gastronomen ins Internet zu gehen, so macht er dies in aller Regel, weil er dann seinen Mobilfunk-Traffic „schonen“ kann, denn diesen kann er dann abschalten für die Zeit in dem Restaurant.

Jetzt war es bisher so, dass viele Unternehmer, welche über die technische Möglichkeit verfügen, Ihren Kunden und Gästen diesen Service anzubieten, Angst davor haben, dass einzelne Gäste auf nicht erlaubten Seiten mit Ihrem Smartphone oder Tablet surfen (z.B. rechtsradikale Seiten, Pornographische Inhalte, etc.) Denn in letzter Konsequenz haftet nach der aktuellen Rechtsprechung der Unternehmer für die illegale Nutzung des Internets seines Gastes. Was ja u.U. schwere Konsequenzen zur Folge haben kann.

Die verantwortlichen, regierenden Parteien haben dieses Haftungsproblem zwar erkannt, eine Änderung des Gesetzes ist allerdings nicht in näherer Zukunft zu erwarten, weil es politisch nicht gewollt ist.

Eine Abhilfe, um die Betreiber von Locations mit viel Publikumsverkehr (z.B. Restaurants, Fitness-Studios, Supermärkte, Baumärkte, Freizeitparks, usw. ) vor diesem Risiko zu schützen sind Systeme, die es durch eingebaute Sicherheitstechnik (Firewalls, Blockierung von P2P-Verbindungen, Filterung verdächtiger Webseiten, etc.) verhindern, dass die Nutzer des WiFi-Netzes auf verbotene Seiten gehen und somit Missbrauch verhindert wird.

Ein weiterer Vorteil ist, dass solche Systeme heute bereits in der Lage sind, nicht nur das vorhandene W-Lan des Unternehmens an deren Gäste freizugeben, sondern daraus eine ausgefeilte Marketingmaschine machen. Das funktioniert ganz einfach, indem der Gast sich beim ersten Mal an dem System anmelden muss, um in den Genuss des freien W-Lans zu kommen. Bei dieser Anmeldung bestätigt er, dass der Betreiber des Netzes über die in Facebook hinterlegten Daten verfügen darf. (Vergleichbar mit Facebook Connect, das bei Nutzern sehr beliebt ist und oft zum Einsatz kommt, um sich in fremden Diensten zu legitimieren und anzumelden).

Anhand dieser persönlichen Informationen hat dann der Betreiber dieses Systems die Möglichkeiten, diese Daten gezielt für sein Marketing zu verwenden. Dies können z.B. direkte Botschaften auf das Smartphone des Gastes sein, wenn dieser sich gerade in der Location befindet, aber auch nachgelagerte Informationen, bsp. über Veranstaltungen, Events, Neuigkeiten, Sonderangebote, etc. außerhalb der W-Lan Zone, also auch zuhause. Ein großes Plus eines solchen Systems ist auch, dass unter dem Einbezug der sozialen Netzwerke, sehr schnell eine große Fanbase aufgebaut werden kann, die durch persönliche Weiterempfehlungen entstehen. Moderne Marketingtools, wie Umfragen, Direktnachrichten der Kunden, Live-Aktionen, u.v.m. verdeutlichen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich dem Unternehmer hier bieten.

Voraussetzung für all´diese Maßnahmen ist, und das ist natürlich ganz wichtig, dass die betroffene Person hierfür ihr Einverständnis abgegeben hat und dieses Einverständnis auch jederzeit wieder zurückziehen kann. Das ist in sofern überhaupt kein Problem, wenn der Betreiber eines solchen Systems darauf achtet, die Marketingbotschaften sehr gezielt und sehr dosiert einzusetzen.

Wer mehr über diesen Weg des innovativen Marketings wissen möchte, hat hier die Möglichkeit, sich ein Video anzuschauen und weitere Informationen zu erhalten.

Bildquelle: SocialWifi