Mobile Commerce und Mobile Marketing

Mobile Commerce zählt oftmals auch als Oberbegriff für Mobile Marketing


Mobile Commerce, auch als M-Commerce oder MC abgekürzt, ist eine Handelsform auf Basis von drahtloser Kommunikation, realisiert beispielsweise über Mobilfunk oder Wireless LAN in Verbindung mit mobilen Endgeräten, im Wesentlichen Handys und Smartphones. Unter dem Oberbegriff Mobile Commerce werden zahlreiche interaktive Prozesse zusammengefasst – unter anderen Mobile Banking, Mobile Entertainment (Spiele), Mobile Ticketing sowie Mobile Advertising. Mobile Marketing ist ebenfalls ein Untergriff zu

Mobile Commerce – es umfasst das Teilgebiet, welches sich mit der Planung und Durchführung von Werbemaßnahmen befasst, die den Kunden in Form von Werbekampagnen oder Einzelaktionen über Handy oder Smartphone erreichen sollen. Dies schließt Neukundengewinnung ebenso ein wie die Bindung von Stammkunden.

Smartphone – das private Massenmedium als Basis für Mobile Commerce.  Smartphones besitzen eine hochauflösende grafische Oberfläche, die gestochen scharfe Bilder liefert – ein schneller Prozessor sorgt dafür, dass dies im Turbo-Tempo geschieht. Kurz: Das Smartphone bietet eine ideale Werbefläche zur Präsentation von Produkten und Dienstleistungen.

Mit der rasanten Verbreitung von Smartphones hat sich in Deutschland ein zukunftsweisender Kanal für den zeitnahen und direkten Kundenkontakt geöffnet. Anders als PCs, Notebooks und Tablets, die meist im eigenen Hause und mitunter auch von mehreren Personen genutzt werden, ist das Smartphone ein individuelles, an eine Person gebundenes Kommunikationsgerät, welches seinen Besitzer allgegenwärtig auch außerhalb der eigenen vier Wände begleitet.

Die Wünsche eines potenziellen Kunden an einen Online-Shop sind sehr unterschiedlich, abhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort: Ob Sofa, Parkbank oder Bürostuhl, Schwimmbad, Almhütte oder Restaurant, öffentliches Verkehrsmittel oder eigener Pkw, der sogenannte Nutzungskontext stellt für Shop-Betreiber die Herausforderung, potenzielle Kunden nicht nur im übertragenen Sinne dort abzuholen, wo sie sich gerade aufhalten.

Zunächst ist mit den Mitteln der Marktforschung zu ermitteln, an welchen Orten sich die relevante Zielgruppen befindet. Im nächsten Schritt gilt es zu eruieren, für welche konkreten Angebote, Produkte oder Dienstleistungen vor Ort bei einer Zielgruppe Bedarf besteht.

Man kann sich beispielsweise vorstellen, dass die Transaktion Kleidung mobil kaufen  an einem idyllischen, sonnendurchfluteten Plätzchen auf andere Produkte fällt als im kühlen Wohnzimmer, getroffen in Erwartung auf die ersten Anzeichen des Sommers. Abschließend ist zu entscheiden, wie die für Kaufentscheidung und Abwicklung notwendigenFunktionalitäten via App und/oder mobiler Website bestmöglich präsentiert werden können.

Den Kundenkreis erweiterten via Mobile Marketing Mobile Marketing verwendet drei unterschiedliche Ansätze sowie Mischformen zur Gewinnung von Kundenadressen: Zur Versendung von Werbebotschaften an den Konsumenten werden angemietete Adresslisten verwendet (Push-Prinzip). Der Konsument fordert selbst Informationen an (Pull-Prinzip). Der Konsument gelangt über Empfehlung von Dritten in die
Adressdatei des Online-Shops (Viral-Prinzip).

Primäres Ziel jeder Strategie für das Mobile Marketing ist der Aufbau von nachhaltigen Kundenbeziehungen. Vom Kunden unerwünschte Werbung muss dabei unterbleiben – er muss eindeutig zustimmen, über neue Angebote und Sonderkonditionen informiert werden zu wollen – meist ist dies realisiert über eine entsprechende Display-Maske mit Ankreuz-Option. Ist die Zustimmung erteilt, so darf der Kunde mit individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Produkten und Dienstleistungen beworben werden – der Kontakt mit dem Kunden bleibt bis auf Widerruf desselben bestehen.

Verfügt ein Shop-Betreiber über zuverlässige Kundeninformationen, so wird der Kunde die via Smartphone empfangenen Angebote als Mehrwert empfinden – schließlich kann er zeitintensive Beschaffungswege einsparen. In Sachen Kundenbindung denke man in diesem Zusammenhang auch an personalisierte Werbeklassiker wie Geburtstagswünsche, verbunden mit einem Rabatt-Angebot. Trifft das Angebot den individuelle Bedarf des Kunden indes wiederholt nicht, so wird er sich belästigt fühlen und in letzter Konsequenz die App abmelden und/oder die mobile Web-Site des Shop-Betreibers nicht mehr aufsuchen.